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Welche unterschiedlichen Atemmasken gibt es?

Welche unterschiedlichen Atemmasken gibt es?

12. Mai 2020 | Atemmasken
Atemmaske, Mund-Nasen-Schutz, FFP-Klassifizierung - für den medizinischen Laien kann es derzeit ganz schön kompliziert sein, eine Übersicht über die verschiedenen Maskenarten zu bekommen und der aktuellen Berichterstattung zu folgen. Wir verschaffen Klarheit und erklären, was es mit den Fachbegriffen auf sich hat.


Community-Masken

Bei den Community-Masken handelt es sich um einfache, selbst genähte Masken, die meist aus Baumwolle bestehen. Sie können mehrfach verwendet werden, falls sie nach jeder Benutzung ordnungsgemäß sterilisiert werden, besitzen aber die geringste Schutzwirkung gegen Viren.
Laut Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte ist eine Schutzwirkung für solche Masken nicht nachgewiesen. Eher soll das Tragen einer Community-Maske den Träger an das "social distancing" erinnern, also ein Bewusstsein für Hygieneregeln und Mindestabstand schaffen.

Falls eine Schutzwirkung durch die Community-Masken existiert, gewährt sie nur Schutz für das Gegenüber. Sich selbst kann man mit einer solchen Maske nicht vor einer Infektion schützen, da beim Einatmen auch Luft an den Seiten der Maske einströmt. Beim Ausatmen, Husten oder Niesen können selbst genähte Masken die Geschwindigkeit des Luftstroms bremsen und so einen Teil der potentiell infektiösen Aerosole abfangen. Wird etwas festere Baumwolle verwendet, soll so etwa die Hälfte der größeren Tröpfchen aufgehalten werden können.
Dennoch bieten Baumwollmasken mehrere Nachteile gegenüber den Atemmasken von Wrapping Solutions, da sie meistens schnell durchfeuchten, einen geringeren Tragekomfort aufweisen und über keine Temperaturregulation verfügen.  

Diese Einschätzung macht noch einmal deutlich, wie wichtig das Einhalten der geltenden Bestimmungen auch mit einem Mundschutz ist. Denn sie besagt auch, dass etwa die Hälfte aller größeren Tröpfchen trotz Maske in die Umgebungsluft gelangen.


Der Mund-Nasen-Schutz (MNS)

Diese Art von Schutzmaske war vielen wohl schon vor der Corona-Pandemie aus dem Krankenhaus oder vom Zahnarzt bekannt. Hierbei handelt es sich um die üblichen OP-Masken, oder kurz MNS. Sie sind zertifizierte Medizinprodukte und bestehen aus einer oder mehreren Lagen Vlies.

Ähnlich wie bei der Community-Maske strömt auch bei der OP-Maske ein Großteil der Atemluft an den Seiten entlang. Daher wird auch diese Maske im klinischen Alltag eher dazu eingesetzt, das Gegenüber und nicht den Träger selbst zu schützen. Klassischerweise wird sie beispielsweise, wie schon erwähnt, bei Operationen getragen, um zu verhindern, dass durch die Atemluft des Arztes Keime in offene Wunden gelangen.

Bei dieser Maske handelt es sich um ein Einweg-Produkt, sie ist also nach Gebrauch sofort zu entsorgen. In Anbetracht der derzeitigen Knappheit an Masken sind einige Verfahren im Gespräch, wie die OP-Masken eventuell sterilisiert und somit mehrfach verwendet werden können. Momentan scheinen Erhitzen im Backofen (vermutlich für 90 Minuten bei 90 Grad) und ein dreitägiges Aufhängen in der Sonne am Vielversprechendsten. Wissenschaftliche Evidenz für die Sicherheit dieser Verfahren gibt es aber derzeit noch nicht.
Im Gegensatz zu den beschriebenen herkömmlichen MNS-Masken verwendet Wrapping Solutions einen High-Tech Vlies, der sich dahingehend unterscheidet, dass zum einem eine viel bessere Passform geboten ist und die Maske dadurch nicht so luftdurchlässig an den Seiten ist. Des weiteren bieten die Masken von Wrapping Solutions in Kombination mit dem Kupferfilter auch Schutz eines selbst und nicht nur des Gegenübers. Da wir für Nachhaltigkeit stehen und gegen eine Wegwerfgesellschaft zu Kosten der Umwelt sind, sind unsere MNS-Masken waschbar und wiederverwendbar.


Filtrierende Halbmasken

Die filtrierenden Halbmasken sind die zweite Gruppe der zertifizierten Masken. Eine andere geläufige Bezeichnung ist FFP-Maske, wobei FFP für "Filtering Face Piece" steht. Diese Masken bestehen ebenfalls aus Vliesstoff, sind aber deutlich fester als ein MNS. Auch bei ihnen handelt es sich eigentlich um ein Einweg-Produkt. Seit einiger Zeit sind aber auch FFP-Masken auf dem Markt, die nach bestimmten Aufbereitungen erneut verwendet werden können. Diese sind mit einem "R" für reusable versehen.

Je nach Design gibt es filtrierende Halbmasken mit oder ohne Ausatemventil. Bei den Masken mit einem solchen Ventil wird auch die Luft, die der Träger ausatmet, gefiltert. So bietet sie Schutz für den Träger und für seine Umgebung. Hat eine Maske kein Ausatemventil, wird nur die eingeatmete Luft von unerwünschten Partikeln befreit. Eine Maske ohne Ventil schützt also den Träger vor einer potentiellen Infektion, er kann andere aber sehr wohl anstecken. Seine Atemluft gelangt ohne Ventil ungefiltert in die Außenwelt.

Durch die starke Filterleistung kann das Atmen durch einen solchen Mundschutz etwas anstrengend sein. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales empfiehlt, eine filtrierende Halbmaske mit Ventil spätestens nach zwei Stunden und eine Maske ohne Ventil spätestens nach 90 Minuten für einige Zeit abzusetzen.

Je nach Filterleistung werden diese Masken in unterschiedliche Filterklassen eingeteilt.

FFP1-Masken

Bei FFP1-Masken werden mindestens 80% der Schadstoffe aus der Atemluft heraus gefiltert. Daher sind sie als Arbeitsschutz zugelassen, wenn der Grenzwert der Schadstoffkonzentration um ein Vierfaches überschritten wird.

Schutz bieten FFP1-Masken vor ungiftigen Aerosolen auf Wasser- und Ölbasis. Vor krebserregenden oder radioaktiven Stoffen schützen sie nicht. Eingesetzt werden sie im Alltag zum Beispiel in der Lebensmittelindustrie.

FFP2-Masken

Die FFP2-Masken müssen insgesamt mindestens 94% der Schadstoffe aus der eingeatmeten Luft abfangen. Daher dürfen sie eingesetzt werden, wenn der Arbeitsplatzgrenzwert für Schadstoffe um bis zu zehnfach überschritten wird. Einsatzfelder in der Industrie sind etwa Arbeiten mit Glasfasern oder Kunststoffen.

In der Intensivmedizin werden FFP2-Masken schon seit Jahren im Umgang mit hochinfektiösen Patienten eingesetzt, zum Beispiel bei Tuberkulose.
Auch für die Behandlung und Pflege von Covid-19-Patienten empfiehlt das Robert Koch Institut (RKI) mindestens FFP2-Masken.


Masken in unserem Shop

Aktuell arbeiten wir von Wrapping Solutions auf Hochtouren daran, Atemmasken mit der Filterklasse 2 zu entwickeln und zu produzieren. In etwa zwei Wochen werden wir daher auch solche Masken in unserem Sortiment haben und in unserem Shop anbieten können.